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Die Bremische Tracht von 1650, Bild 2 |
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Die Parrel Bintze - eine Haube aus schwarzem Samt, mit schwarzen oder weißen Perlen bestickt, durften sogar die Frauen und Jungfrauenim letzten der vier Stände an Ehrentagen tragen. Die getollte Halskrause war nur den beiden ersten Ständen vorbehalten (zu denen die Ratsherren, die "Doctores", die vornehmen Kaufleute und sogar die Bierbrauer zählten). Bawen oder Vlieger waren auch nur den oberen beiden Ständen erlaubt. Das Snörliefken - schwarzes oder geblümtes Mieder, vorne mit Schnürlitzen verschlossen. Einfache Leute durften keine silbernen Haken und Schnürketten tragen Der Rock mit den Schnüren - stark gefältet, unten mit breitem schwarzem Saum, hatte je nach Stand 3 - 5 aufgesetzte Streifen.
Die Schürze - schmale Schürze, bei den vornehmen Damen in Plisseefalten gelegt, oben etwa 10 cm breit gesmokt. Sie hatte keine Bänder, sondern wurde von einer Kordel gehalten. Das Tipphoiken - Bei schlechtem Wetter trug man auf dem Kopf statt der Perlenbintze ein "Tipphoiken" als langen Regenumhang aus fein plissiertem schwarzen Stoff . In der Bremischen Kleiderordnung von 1656 sind die Einzelheiten über die "Vorige Bremische
Tracht" nachzulesen. Dort wird vom Rat der Stadt Bremen genau festgelegt, was den einzelnen
Ständen an Aufwand für die Kleidung zugebilligt wird und was ihnen nicht gestattet ist |
© 2000 - 2011 Klaus Rosnau |